Die Wurzeln des Unternehmens Trix lassen sich bis zum Jahre 1838 zurückverfolgen. Produziert wurden anfangs Zinnfiguren und Metallspielwaren. Aus dem ursprünglichen Unternehmen J. Haffner wurde nach einer Fusion 1925 die Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J.Haffner's Nachf. KG.

Der Markenname Trix taucht 1931 mit den ersten Trix Metallbaukästen auf. Die Experten streiten sich nach wie vor, wie der Name Trix entstanden ist. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Name der Lieblingszigarren des Entwicklungsingenieurs Siegfried Kahn ausschlaggebend war. Für den Metallbaukasten wurde ein spezielles Drei-Loch-System entwickelt, sehr viel wahrscheinlicher ist daher, dass dieses System der Namensgeber war.

In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bing-Geschäftsführer Stephan Bing, Siegfried Kahn und anderen ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens Bing wurde ab 1932 die Trix Express Modelleisenbahnen entwickelt und 1934 mit der Produktion begonnen.

trix modelleisenbahn

Die Trix Express-Bahn kann als konsequente Weiterentwicklung der ab 1922 von Bing produzierten 'Tischeisenbahn' angesehen werden; viele Details verraten die Herkunft. Die Bing-Tischeisenbahn hatte bereits eine Spurweite von 16 mm und zunächst Uhrwerkslokomotiven, später sogar auch elektrische Lokomotiven und eine elektrisch isolierte Mittelschiene.

Im März 1935 wurde Trix Express auf der Leipziger Frühjahrsmesse, damals noch in der sogenannten Spur 00, der Öffentlichkeit vorgestellt. Trix Express hatte von Anfang an das Dreischienen-Dreileiter-Gleis auf Bakelitkörper und ermöglichte zunächst einen Zweizugbetrieb auf einem Gleis. Die erste Trix Express-Lok 20/51 mit Vollscheibenrädern aus dem Jahr 1935 ist heute sehr gefragt. Märklin konnte die eigenen Serienmodelle der Spur 00-Bahn erst zur Leipziger Herbstmesse 1935 vorstellen, obwohl bei der Frühjahrsmesse schon einige Handmuster von verschiedenen Modellen gezeigt wurden.

Die Nachfrage nach der neuen Trix-Modellbahn war unerwartet hoch. Bis 1940/41 boomte der Verkauf. Trix konnte für die Spur 00 zahlreiche Neuerungen entwickeln, so z. B. 1937 den fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsel im Triebwagen 20/58 und im gleichen Jahr die große Schnellzuglok 20/57 mit der realen Achsfolge 2'C 1' (bislang wurden die Loks mit reduzierter Achszahl vereinfacht gebaut) und lange Schnellzugwagen. 1939 folgte dann die automatische Standard-Kupplung an allen Loks und Wagen, das fernsteuerbare Entkupplungsgleis 20/12 sowie die fernsteuerbare Trix-Automatik-Kupplung an der Schnellzuglok 20/59. Hiermit konnte nun sogar an jeder beliebigen Stelle der Anlage entkuppelt werden. 1939 wurden auch elektrische Signale und Schalter mit Zugbeeinflussung auf den Markt gebracht. Als letzte Neuentwicklung vor der kriegsbedingten Zwangspause wurde 1940 die Tenderlok 20/56 mit der Super-Automatik (an beiden Enden fernsteuerbare Trix-Automatik-Kupplung) und einem besonderen Getriebe herausgebracht.

Das Ende

Nach über sechs Jahrzehnten der Selbständigkeit geriet das Unternehmen Trix in den 1990er Jahren zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde 1997 vom Göppinger Konkurrenten Märklin vollständig übernommen, jedoch hier bislang als eigenständige Marke weitergeführt (Stand 2008). Zwischen den verschiedenen Modellpaletten der Baugröße H0 gibt es nun immer breitere Überdeckungen mit Märklin, lediglich die Anpassungen für die beiden Stromsysteme Wechselstrom (Märklin) und Gleichstrom (International) unterscheiden die Modellneuentwicklungen noch.

Siehe auch: Wikipedia.

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