Das Vectrex ist eine ausgefallene Konsole. Ein eigener Bildschrim, der die Grafik nicht aus Pixeln, sondern aus Vectorlinien darstellt (wie ein Oszyllograph), ein sehr gutes eingebautes Spiel und ein stabiles, analoges Joypad. Durch den sehr hohen Preis war der Verkaufserfolg jedoch eher gering. Heute ist das Vectrex ein aeusserst beliebtes Sammlerstueck. Die Zubehoergeraete wie die 3D-Brille und der Lightpen sind heute so gut wie nicht mehr zu bekommen.

Im Zuge des Aufkaufs von MB durch Hasbro Inc., eine der wichtigsten Gesellschaften auf dem amerikanischen Spielzeugmarkt, wurde die Produktion des Vectrex Anfang 1984 langsam eingestellt. Mitte März 1984 kam dann die Hiobsbotschaft von MB Deutschland in Fürth, daß der Verkauf des Vectrex zum 31. März beendet würde. Der Rest war ein trauriges Kapitel von Ramschverkäufen, vornehmlich in den Warenhäusern der Metro Kette. Ein unwürdiger Tod für einen solchen Videospiel Veteranen. Western Technologies versuchte allerdings 1988 den Vectrex wieder auferstehen zu lassen als Handheld. Er sollte mit einer flachen Bildröhre von Sinclair ausgerüstet werden, die wenig Strom verbrauchte und einen schnellen Bildaufbau ermöglichen sollte. Leider wurde diese Idee wieder aufgegeben,als sich der überwältigende Erfolg von Nintendos Game Boy abzeichnete. Auch heute noch gibt es in den USA und Europa eine kleine, aber wackere Schar von aktiven Vectrex Fans, die sich die Erinnerung an die 'guten alten Tage der Videospiele' warmhalten und in reger Kommunikation stehen. Nicht zuletzt die außergewöhnliche Vektorgrafik des Vectrex lädt auch heute noch, im Zeitalter der 16 Bit Konsolen und der Megabit Spiele, zu unterhaltsamen Videospielen ein. Also dann, herzlichen Glückwunsch zum zehnjährigen Jubiläum, Vectrex.

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