Das Tamagotchi wurde 1996 von der Bandai-Mitarbeiterin Aki Maita als Idee in einer Abteilungssitzung vorgestellt und im Hause Bandai entwickelt. Zunächst nur auf dem japanischen Markt, wenig später durch Importe, Plagiate und Konkurrenzprodukte auch in Europa und den USA wurde das kleine Plastikei binnen weniger Monate zum Kult, der allerdings relativ kurzlebig war. Nach Deutschland kam das Tamagotchi am 12. Mai 1997. Lieferengpässe begünstigten den Handel auf dem Schwarzmarkt. Es dauerte nicht lange, bis verschiedene Hersteller teils günstigere Konkurrenzprodukte anboten, die dann oft einen größeren Funktionsumfang als das Original boten. Allerdings konnte auch die zweite, verbesserte Original-Version des Spielzeugs die Zielgruppe zwischen 14 und 17 nicht lange beeindrucken – nach wenigen Monaten war der 'Tamagotchi-Rausch' wieder vorbei. Einige Computerhersteller haben auf dem Spielprinzip basierend Varianten für den PC, Macintosh und Gameboy entwickelt. Im Internet wurden von Fans des Spielzeugs gar virtuelle Friedhöfe für die Tamagotchis eingerichtet.

Tamagotchi Geschichte

Das Tamagotchi stellt ein virtuelles Küken dar, um das man sich vom Zeitpunkt des Schlüpfens an wie um ein echtes Haustier kümmern muss. Es hat Bedürfnisse wie Schlafen, Essen, Trinken, Zuneigung und entwickelt auch eine eigene Persönlichkeit. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten meldet sich das Tamagotchi und verlangt nach der Zuwendung des Besitzers. Sollte man es vernachlässigen, stirbt es, kann jedoch durch Drücken eines Reset-Schalters wiederbelebt werden, und das Spiel geht von vorne los. Dies ist in allen Versionen möglich, auch wenn es Gerüchte gab, dass die japanische Version des Tamagotchi nur einen einzigen Lebenszyklus zulassen würde.

Tamagotchis waren nicht die ersten virtuellen Tiere. Bereits seit 1995 gibt es die Petz-Serie (abgeleitet von englisch pets 'Haustiere') für Windows- und Macintosh-Computer. Dort sind Hunde oder Katzen zu betreuen. Ein aktuelles Spiel mit ähnlichem Prinzip ist Nintendogs für den Nintendo DS. Nach fast acht Jahren Ruhe um das 'kleine Ei' veröffentlichte Bandai am 26. Februar 2004 den Nachfolger des Original-Tamagotchi unter dem Namen 'Tamagotchi Plus' in Japan. Die zu diesem Zeitpunkt per Internet angebotenen 600 Vorab-Exemplare waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Der offizielle Verkaufsstart im April 2004 war ein voller Erfolg, Bandai verkaufte zu diesem Zeitpunkt etwa 100.000 Exemplare pro Woche.

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