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Piko zu verkaufen eBay Deutschland

Piko war ein Volkseigener Betrieb in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welcher elektromechanisches Spielzeug sowie Modelleisenbahnen und -zubehör produzierte. Heute firmiert der privatisierte Betrieb als Piko Spielwaren GmbH und hat sich in Deutschland zu einer festen Größe auf dem Modellbahn-Markt etablieren können. Piko gilt neben Märklin, Fleischmann und Roco als 'vierter großer' Anbieter mit einem Komplettangebot in der sehr verbreiteten Modellbaugröße Spur H0.

Anfangs in Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) gegründet, wurde der Betrieb später nach Sonneberg verlegt. Der Betrieb wurde 1948 auf Anweisung der SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) gegründet, da die Einwohner der sowjetischen Besatzungszone nach der separaten Währungsumstellung in Westdeutschland keine Modellbahnteile mehr mit der bisherigen gemeinsamen Währung kaufen konnten. Die ersten Modelle, die man anlässlich der Leipziger Herbstmesse 1949 vorstellte, wurden unter der Produktbezeichnung 'Pico Express' auf den Markt gebracht. Woher diese Schreibweise kam, ist unbekannt. Erst im Jahr 1952 wurden die Modelle unter dem Namen PIKO angeboten. Dieser Handelsname stellt eine Abkürzung aus den Worten PIonier KOnstruktion dar.

Bei PIKO wurden Modelleisenbahnfahrzeuge für die Nenngröße H0 und Nenngröße N (1964-1989) sowie elektromechanisches Spielzeug produziert. Die PIKO-Fahrzeuge bestachen bereits zu DDR-Zeiten durch ein sehr hohes Maß an Detaillierung; über die Firma Schreiber aus Fürth gelangten die Produkte auch auf den westdeutschen Markt.

Auch bei den Modelleisenbahnartikeln, die das westdeutsche Versandhaus Quelle in der Zeit vor der Wende zeitweise anbot, handelte es sich um PIKO-Produkte.

Nachdem in den 1970er Jahren mehrere verstaatlichte Privatbetriebe zum PIKO-Kombinat zusammengeschlossen worden waren, lief ein großer Teil der DDR-Modellbahnproduktion unter dieser Marke.

Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde auch das VEB Kombinat PIKO von der Treuhandanstalt abgewickelt, die 1971 zwangsverstaatlichten Betriebe wieder verselbstständigt. Für PIKO drohte das Aus. Der Betrieb konnte jedoch von Dr. René F. Wilfer gekauft werden und trägt seitdem den Namen 'PIKO Spielwaren GmbH'.

Daraufhin erfolgte eine sukzessive Überarbeitung des Sortiments, das dem aktuellen technischen Stand angepasst und verbessert wurde. Zudem wurde das Fahrzeugprogramm in H0 stetig erweitert. Dabei vermied PIKO Mehrfachentwicklungen und setzte konsequent auf solche Modelle, die von den Konkurrenten nicht oder nicht mehr angeboten wurden.

In den 1990er Jahren wurde mit der Herstellung von Gebäuden für die Nenngrößen H0, N und IIm (G) begonnen. 2002 erfolgte die Vorstellung des PIKO A-Gleises, womit PIKO in der Nenngröße H0 wieder zu einem Vollsortiment-Anbieter wurde. 2005 kündigte Piko mit der Siemens ES 64 U2 ein erstes Modell für die Nenngröße TT an.

Link: PIKO Spielwaren GmbH

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