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Am Nordhang des südlichen Thüringer Waldes, unweit des Rennsteiges, wo die frühesten Siedlungen der thüringischen Porzellanmacherei entstanden sind, gründete 1822 Johann Heinrich Leder eine Fabrik in Lichte, privilegiert von der Fürstlich Schwarzburgische Regierung. Laut seinem Testament vom Januar 1824 vermachte er dieselbe seinen beiden Vettern Wilhelm und Heinrich Liebmann. Ersterer erwarb dann am 18. Februar 1830 den Anteil seines Bruders und wurde somit Alleinbesitzer. Die Brüder Christoph und Philipp Heubach haben 1840 die Fabrik von Wilhelm Liebmann erworben und damit die Firma Gebrüder Heubach gegründet.

Über die Entwicklung des Fabrikats in technischer und künstlerischer Beziehung ist zu berichten, dass bis Mitte des vorigen Jahrhunderts hauptsächlich Gebrauchsgeschirre hergestellt wurden. Im Jahre 1876 wurde dann mit der Herstellung von Schmuckporzellan begonnen. In diese Zeit fällt auch die Wiederaufnahme der Bildnismalerei, deren Entwicklung die im Jahre 1862 gegründete Zeichen- und Modellierschule Lichte wesentlich förderte.

Zur Weltausstellung in Paris, im Jahre 1900, stellte die Firma ihre künstlerischen Erzeugnisse zum ersten Male aus und erhielt die silberne Medaille. Auf späteren Ausstellungen, an denen sie sich beteiligte, wurden ihr die höchsten Auszeichnungen zuteil. Die Abteilung der Kunstporzellane wurde seitdem unter Heranziehung erstklassiger Künstler und sorgsamster Heranbildung der ausführenden Kräfte bis in die neueste Zeit weiter ausgebaut und hat stets unter Pflege handwerklicher Tradition das Schematische der Großfabrikation vermieden.

Nach wechselreichen Jahren wurde die Firma Heubach im Jahre 1938 von Otto Friedrich Fürst zu Ysenburg und Büdingen übernommen. Bereits sieben Jahre später erfolgte die Umwandlung in einen landeseigenen Betrieb und 1948 die Enteignung. Das Zierporzellanwerk Lichte (VEB) produzierte fortan primär für den DDR-Binnenhandel und die osteuropäischen Staaten. Auch in der Planwirtschaft war das feine Porzellan aus Lichte sehr beliebt und wurde als Luxusgut zu beachtlichen Preisen gehandelt. Die gute Tradition thüringischen Porzellans wurde weiter gepflegt.

Von 1991 bis 1993 war der Betrieb wieder im Besitz des ehemaligen Eigentümers, des Fürstenhauses zu Ysenburg und Büdingen. Seit 1994 produziert die Lichte Porzellan GmbH unter Leitung ehemaliger Mitarbeiter als eigenständige GmbH. Neben dem traditionellen Sortiment wurden moderne Formen und Dekore entwickelt. Dem Kunden bietet sich ein umfangreiches Sortiment an anspruchsvollem Gebrauchs- und Zierporzellan. Ausgewählte Großfiguren der ehemaligen Firma Heubach wie die Europa wurden neu modelliert und sind wieder im Angebot. Eine großräumige Betriebsverkaufstelle bietet eine reiche Auswahl des Gesamtsortiments und eine fachkundige Beratung.

Ein reicher, handwerklicher Erfahrungsschatz und bewährte Technik ermöglichen uns die Tradition zu bewahren und den Blick für modernes anspruchsvolles Porzellan zu öffnen.

Quelle: Festtagsschrift von 1922 anlässlich des 100jährigen Bestehens.

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