Die Corgi-Toys Geschichte beginnt 1933 als der Deutsche Philipp Ullmann nach Winteringhams/Northampton gezogen ist und dort gemeinsam mit Arthur Katz eine Firma gegründet hat. Im darauffolgenden Jahr wurden die ersten Blechmodelle gefertigt und die Firma erhielt den Namen Mettoy, der aus den Wörtern Metall Toys geformt wurde. Bedingt durch den Mangel an Rohstoffen für die Modellautoproduktion während des zweiten Weltkrieges wurde die Produktpalette von Mettoy zugunsten von Transportmitteln für Munition und Baumaterial umgestellt. Die grosse Nachfrage nach diesen Produkten führte dazu, dass Mettoy 1944 in grössere Produktionsstätten nach Swansea umzog.

1950 erschienen die ersten Vorgänger der späteren Corgi-Modelle. Vier Jahre später wurde Marcel Van Cleemput Chef-Designer bei Mettoy. Er entwarf das erste Corgi-Modell, einen Austin Cambridge. Nach vielen Versuchen, das Modell zu produzieren, wurden die Corgi-Modelle 1956 vorgestellt.

Der 9.Juli 1956 war das Datum, an dem die Gorgi-Modelle von Playcraft Ltd., einem Schwesterunternehmen von Mettoy vorgestellt wurden. Der Name Corgi wurde aus einer Liste von etwa 70 Namen ausgewählt. Mehrere Gründe haben dazu geführt, dass dieser Name gewählt wurde. Zunächst ist Corgi der Name einer Hunderasse, die in South Wales beheimatet ist, und sowohl Mettoy als auch Playcraft hatten ihre Produktionsstätten in Swansea/South Wales. Weiterhin waren Corgi-Hunde die bevorzugte Rasse der königlichen Familie und die Hunde wurden oft in den Medien erwähnt. Und schliesslich hatte man einen Namen gewählt, der genauso kurz und griffig war wie der des Mitbewerbers Dinky. Um sich qualitativ von den Modellen des Mitbewerbers Dinky-Toys abzusetzen, wurden die Corgi-Modell mit eingesetzen Kunststoff-Fenstern produziert. 'The first with Windows' war der damalige Werbeslogan, denn tatsächlich gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine Modellautos mit Fenstern.

Im Dezember 1956 wurde der 'Corgi Model Club' gegründet und eine Corgi-Zeitschrift erschien in diesem Monat erstmals. 1957 wurde der erste Corgi-Katalog gedruckt und die Corgi-Modelle wurden im Fernsehen beworben. Im selben Jahr wurden die ersten Geschenkpackungen (Corgi Gift Sets) herausgebracht und erreichten eine Auflage fast 2.75 Millionen Stück.

Die Firma hatte in diesen Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. Am 13. Juni 1963 wurde Mettoy eine Aktiengesellschaft. 1966 erhielt das Unternehmen die begehrten Auszeichnungen 'Queens Award to Industry' und den 'Highest Standards Award' der National Association of Toy Retailers. 1967 wurden 17.5 Millionen Modelle verkauft und Mettoys erhielt abermals den 'Queens Award to Industry'. Am 10. März 1969 zerstörte ein verheerendes Feuer die Produktionsstätte von Corgi in Swansea. Bei diesem Brand wurde das gesamte Lager mit den Beständen einer ganzen Jahresproduktion zerstört. Viele Händler konnten nicht beliefert werden und wichen auf Konkurrenzprodukte von Dinky aus. Philipp Ullman legte sein Amt als Vorsitzender des Unternehmens nach über 35 Jahren Tätigkeit nieder. 1971 spürte Mettoy die starke Konkurrenz von Mattel und musste die Niederlassung in Southampton schliessen, was 900 Stellen gekostet hat. Fisher-Price übernimmt in diesem Jahr die Produktion von Corgi-Modellen für Europa. 1971 stirbt Philipp Ullman. 1983 wurden die gesamten Aktivitäten den Unternehmens nach Swansea verlegt. Dennoch konnte es nicht verhindert werden, dass Mettoy in finanzielle Schwierigkeiten im hart umkämpften Markt geriet. Schon wurde vermutet, dass in diesem Jahr das letzte Corgi-Modell produziert werden würde. Doch 1984 wurde das Unternehmen reorganisiert und in Corgi Toys Ltd. umbenannt. Aus Mettoy wird Corgi Toys Am 29. März 1984 wurde Corgi Toys Ltd. aus dem verbliebenen Vermögen von Mettoy gegründet. Die Produktpalette sollte sich nun auf hochwertige Modellautos konzentrieren. Nach aussen wurde der Wandel durch ein neues Firmen-Image und ein neues Logo sichtbar. Die neue Firma konnte einen Teil des Marktes zurückgewinnen und entwickelte nun die Märkte in Übersee sowohl für Spielzeug- als auch für Sammler-Modelle, vor allem in USA und Australien. Der weltweite Corgi Collector Club wurde ins Leben gerufen. 1987 hatte es Gorgi Toys geschafft: Das Unternehmen wurde zur 'British Toy Company of the Year' gewählt.

Dennoch entschied sich das Management 1989, Corgi an Mattel zu verkaufen. Damit sollte die Zukunft des Unternehmens gesichert werden. 1990 erschien das erste Corgi-Modell, das nicht in England, sondern in China produziert wurde: ein MGA. 1991 wurden die Produktionsstätten in Swansea geschlossen und Corgi zog nach Leicester, dem englischen Hauptsitz von Mattel. Viele Sammler befürchteten, dass Corgi nun vom Markt verschwinden würde. Das Management von Mattel gab jedoch das Versprechen, dass Corgi weiterhin als eigenständige Marke in der gewohnten Qualität bestehen bleiben würde. Mattel hat sein Versprechen gehalten. In den folgenden Jahren wurde viel in die Qualität von Corgi investiert und neue Serien wurden entwickelt. So zum Beispiel die Original Bus Serie im Massstab 1:76 oder die TV- und Film-Serie.

Am 5. August 1995 wurde Corgi von Mattel verkauft, war nun wieder in privater Hand und zog in eigene Gebäude um. Ein Jahr später wurde das erste Corgi Collector Centre eröffnet. Lizenzen für Beatles- und Mr. Bean-Produkte wurden erworben. 1998 wurde die Flugzeug-Serie ins Leben gerufen. Das 35. Gorgi Collection Center wurde eröffnet und die Lizenz für Guiness-Produkte erworben. 1999 wurde Corgi von der US amerikanischen Firma Zindhart gekauft. Allerdings wurde das Corgi-Management im Amt belassen und damit eine Kontinuität der Corgi-Produkte gewährleistet. Darüberhinaus konnte Corgi mit Zindhart stark in den amerikanischen Markt einsteigen. Das neue Unternehmen trägt nun den Namen Corgi Classics Limited. Im selben Jahr übernahm Corgi das Unternehmen Lledo mit seinen bekannten Marken Vanguards und Days Gone. Das 45. Corgi Collector Center wurde eröffnet.

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