Biller Bahn wurde von Johann Biller, einem ehemaligen Bing Mitarbeiter, zusammen mit seiner Frau am 11. Juni 1935 rückwirkend zum 02. Mai 1935 mit Sitz in der Johannisstrasse 14 R, Nürnberg, angemeldet und befasste sich mit der 'Herstellung von Metallspielwaren'.

Die ersten Werkzeuge stammten von der kurz zuvor in Konkurs gegangenen Firma Johann Philipp Meier. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges war man somit auf die Produktion von mechanischem Spielzeug spezialisiert. Aus Adress- bzw. Einwohnerbüchern der Stadt Nürnberg gehen u.a. folgende weiteren Eintragungen hervor: 1937 - Biller, Hans - Fabrikation von Spielwaren. Ab 1942 erschien folgende Eintragung im Handelsregister: Biller, Johann - Metallspielwarenfabrik. Die Fabrikationsgebäude wurden im Krieg völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Produktionsstätten und Umstellung der Produktpalette fiel erst 1948 der Startschuss für die Spielzeugeisenbahn. In diesem Jahr, am 02. Oktober 1948, wurde Hans Biller auch ein Patent auf die 'Umkleidung des Laufwerks von Spielzeugen, insbesondere Spielfahrzeugen' erteilt.

Die zugehörige Patentschrift wurde am 13. Dezember 1951 ausgegeben. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1950 präsentierte die Firma erstmals die Billerbahn im Maßstab von etwa 1:40. Hier rechts im Bild das Deckblatt des 49er Katalogs.

1952 zog der Betrieb in die Praterstr. 9. Ab 1960 wurde bei gleicher Adresse das Unter- nehmen als Johann Biller, Patentspielwarenfabrik geführt. Die letzte bekannte Veränderung fand 1976 statt - das Unternehmen zog in die Neumeyerstr. 74.

Hans ist übrigens die in Bayern gebräuchliche Kurzform für den Namen Johann - weshalb die Erwähnungen des Firmennamens unterschiedlich sind.

Das Programm der Firma beschränkte sich nicht nur auf die Modelleisenbahn in der Baugröße 0e, sondern umfasste auch Zubehör, wie zum Beispiel Signale, Bahnübergang, Figuren (FröHa) und Autos. Es wurden auch Fertiggelände mit diversen Spielszenen hergestellt, so z.B. eine Olympia-Slalom Strecke (1310) oder diverse Autorennbahnen (u.a. 1415 und 1420). Weltweit bekannt waren und sind auch die Funktionsmodelle mit Hubschraubern und Flugzeugen bis hin zur Apollo-Kapsel. Des weiteren gab es Greiferbagger, Portal- kräne, diverse Lkws (Friktionsantrieb) mit verschiedenen Aufbauten - alles Funktionsmodelle. Auch wurden Rennwagen mit Uhrwerkantrieb hergestellt. Nicht zu vergessen der Biller 'Figuro', ein Uhrwerk-Auto, welches durch 3 Schalterstellungen verschiedenen Figuren fährt.

In der Schweiz ist die Firma noch unter dem ursprünglichen Namen 'HaBi', für den es auch ein eigenes Logo gab, bekannt. Das Kürzel 'HaBi' steht für Erzeugnisse, die vor dem Krieg hergestellt wurden. Nach dem Krieg wurde nur noch das 'Biller-B' mit dem Schlüssel und in einigen Fällen auch der bekannte Schriftzug verwendet.

'Kinder können damit das ganze Jahr über spielen, im Zimmer ebenso wie im Freien'

'auch für sehr kleine Kinder ungefährlich'

'Sehr robust - abgeschlossener Mechanismus - trittfeste Schienen mit Holzschwellen - eingebauter Leerlauf'.

www.billerbahn.de

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